Zwischen Zugehörigkeit und Andersheit - ein Studientag in Salzwedel (28.03.2026) mit Prof. Dr. Eberhard Tiefensee zur Ökumen der dritten Art

Zwischen Zugehörigkeit und Andersheit - ein Studientag in Salzwedel (28.03.2026) mit Prof. Dr. Eberhard Tiefensee zur Ökumen der dritten Art

Zwischen Zugehörigkeit und Andersheit - ein Studientag in Salzwedel (28.03.2026) mit Prof. Dr. Eberhard Tiefensee zur Ökumen der dritten Art

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Zwischen Zugehörigkeit und Andersheit - ein Studientag in Salzwedel (28.03.2026) mit Prof. Dr. Eberhard Tiefensee zur Ökumen der dritten Art

Zum Inhalt: Inhaltlich wird der Referent das Konzept der "Ökumene der dritten Art" vorstellen. Eberhard Tiefensee, katholischer Priester und Religionsphilosoph aus Erfurt/Leipzig, verwendet den Begriff „Ökumene der dritten Art“, um eine neue Form des Dialogs zu beschreiben – nicht zwischen Kirchen (klassische Ökumene) und nicht zwischen Religionen (interreligiöse Ökumene), sondern zwischen Christen und Menschen ohne religiöse Bindung, also Atheisten oder religiös Indifferenten. Gerade in Ostdeutschland, wo der Anteil religiös ungebundener Menschen besonders hoch ist, sieht Tiefensee eine besondere Herausforderung und Chance für die Kirche. Ökumene der dritten Art bedeutet: Ein respektvoller, dialogischer Austausch zwischen Christen und Menschen ohne religiöse Bindung – ohne Bekehrungsabsicht, aber mit Offenheit für gegenseitige Inspiration. Sie ist eine Antwort auf die säkulare Realität, besonders in Ostdeutschland, und will Wege eröffnen, wie Glaube heute überhaupt noch kommuniziert werden kann.

Kerngedanken der „Ökumene der dritten Art“ sind:  1. Dialog auf Augenhöhe: Es geht nicht darum, andere zu „missionieren“ oder zu „re-christianisieren“. Tiefensee betont, dass viele Menschen heute ohne Gott gut und anständig leben – und dass man diese Lebensform ernst nehmen muss. 

2. Impulse statt Vereinnahmung: Die Ökumene der dritten Art nimmt Erfahrungen aus der innerkirchlichen und interreligiösen Ökumene auf. Der „Andere“ soll nicht vereinnahmt, sondern als Impulsgeber wahrgenommen werden. 

3. Neue Formen der Kommunikation zwischen Kirche und Zivilgesellschaft: Da traditionelle kirchliche Angebote kaum noch anschlussfähig sind, braucht es neue Wege, wie Glaube und Kultur heute geteilt werden kann – jenseits klassischer Verkündigungsformen. 

4. Christsein in einer religionsfreien Kultur: Tiefensee beschreibt, dass die Kirche heute in einer Umgebung lebt, die in Teilen weitgehend ohne Religion auskommt – ein historisch neuer Zustand. Darauf müsse sie sich einstellen.

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